
Meeting Intelligence und Pricing mit Benedikt Böringer: Wie Jamie seinen eigenen Weg zwischen Cost- und Value-Based Pricing gefunden hat?
Host Sebastian Voigt spricht mit Benedikt Böringer, Co-Founder und CEO des KI-Notetakers Jamie. Jamie transkribiert Meetings nicht nur, sondern erkennt auch in Präsenzrunden, wer gerade spricht, ganz ohne Bot in der Leitung, und leitet die Informationen automatisch in CRM, Slack und andere Systeme weiter. Böringer beschreibt die eigene Vision so: "Wir bauen jetzt eine AI-Meeting-Intelligence-Plattform und wollen jegliche Formen von Busywork rund um Meetings abdecken und eliminieren."
Genau diese Schnelligkeit zeigt sich schon in der Gründungsgeschichte. Noch vor ChatGPT gab sich das Team eine Woche, um zu testen, ob überhaupt jemand für eine automatisierte Meeting-Zusammenfassung zahlen würde, mit einem echten Preis auf der Website, bevor es ein fertiges Produkt gab. Innerhalb von 24 Stunden kamen mehrere hundert Anmeldungen. Beim Pricing selbst hat sich Jamie dann bewusst gegen beide gängigen Logiken entschieden: "Wir haben kein klassisches Cost-Based Pricing gemacht. Wir auch kein klassisches Value-Base-Pricing gemacht."
Über den Gast
Benedikt Böringer ist Co-Founder und CEO von Jamie, einem KI-basierten Meeting-Assistenten, der ohne Bot-Einwahl arbeitet und seit 2022 am Markt ist. Er hat International Business an der Maastricht University studiert, laut externer Recherche zusätzlich mit einem Abschluss der ESSEC Business School. Noch während des Studiums gründete er zusammen mit Louis Morgner sein erstes Unternehmen wespond, eine Mitarbeiter-Feedback-Plattform für den Mittelstand. Nachdem Corona-Kurzarbeit vielen potenziellen Kunden die Priorität für das Thema nahm, pivotierten sie zu einem internen Microblog für asynchrone Status-Updates im Team und benannten das Unternehmen in TeamTap um. Aus der Erkenntnis, dass dabei nicht der Ort der Informationen, sondern die Qualität der Meeting-Notizen selbst das eigentliche Problem war, entstand daraus schließlich Jamie.
Transkript
Benedikt BöringerBei uns war lange halt eben das Meeting der Kern-Use-Case oder die Meeting-Zusammenfassung und dadurch haben wir uns damals auch für ein per Seed Pricing entschieden. Wir sind definitiv teurer eingestiegen als manche Competitor, aber auch weil wir uns bewusst überlegt haben, okay, letztendlich lieber einen Kunden zu dem Preis gewinnen als dann zwei für die Hälfte und sind bis dato auch sehr gut damit gefahren.
SprecherinHerzlich willkommen zum Pricing Friends Podcast mit Sebastian Voigt.
Sebastian VoigtHallo, liebe Pricing Friends! Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber ich habe das Gefühl, dass Meeting Notetaking eines der Themen ist, die in den letzten drei Jahren irgendwie komplett von manuell auf KI transferiert wurden. Ich finde es total gut, weil ich kann mich auf mein Gegenüber konzentrieren, muss nicht mehr mitschreiben, kann mich voll auf das Meeting konzentrieren und mittlerweile ist es ja auch so, dass der Notetaker nicht nur mitschreibt, sondern die nächsten Schritte verteilt, sich immer mehr in die Prozesse des Unternehmens integriert und ja, fast schon unentbehrlich ist. Und einer, der diesen Prozess hier in Deutschland angestoßen und auch deutlich vorangetrieben hat, ist Benedikt Böringer. Er ist CEO und Gründer vom AI Notetaker Jamie. Seit 2022 ist die Lösung am Markt und jetzt so Ende 2024 über 1.000 B2B-Kunden, über 100.000 Nutzer, also Wahnsinns-Traction aufgebaut. Wir sprechen heute mal über die Gründungsreise und natürlich auch über das Pricing von AI Notetaking. Also, schön, dass du da bist.
Benedikt BöringerJa, vielen Dank für die Einladung. Freue mich drauf.
Sebastian VoigtUnd jetzt könnte ich dich natürlich fragen, weißt du, wo wir uns das erste Mal kennengelernt haben, aber du weißt es natürlich, weil eigentlich haben wir ein lustiges erstes Kennenlernen gehabt.
Benedikt BöringerDas stimmt. Ja, es kam tatsächlich über einen meiner engsten Freunde und der hat damals, glaube ich, ein Praktikum war das bei euch, ne, gemacht.
Sebastian VoigtJa, liebe Grüße, August.
Benedikt BöringerGenau. Und dann haben wir den Free Pricing Check damals in Anspruch genommen. Ja.
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