
Voice AI und Pricing mit Yanek Brinkmann: Wer tippt denn noch auf einer Tastatur?
Die Welt der Audio-KI erlebt einen beispiellosen Boom. ElevenLabs hat innerhalb von nur einem Jahr den Sprung von einer auf elf Milliarden US-Dollar Bewertung geschafft, der Umsatz (ARR) ist in fünf Monaten von 200 auf 300 Millionen US-Dollar gestiegen. In dieser Folge spricht Sebastian Voigt mit Yanek Brinkmann, Go-To-Market Director DACH von ElevenLabs, über ein Unternehmen, das eigene Foundation-Modelle für Speech-to-Text, Text-to-Speech, Soundeffekte, Musik – und alles, was mit Audio zu tun hat – entwickelt. Während prominente Creators wie MrBeast oder Lex Fridman die Technologie nutzen, um Content vollautomatisiert in Dutzende Sprachen zu übersetzen, integrieren Konzerne wie die Deutsche Telekom oder Klarna die KI-Agenten in ihren Kundensupport.
Im Gespräch geht es um das Preis-und Geschäftsmodell, das aus einer Credit- und Preis-pro-Minute-Logik besteht und ähnlich wie eine „In-Game-Currency“ funktioniert. Zudem erklärt Yanek, was es mit dem „Iconic Marketplace“ auf sich hat und wie Ihr James Dean oder Judy Garland für Eure nächsten Werbekampagne buchen könnt.
Außerdem in der Folge: Wie ein Inkasso-Dienstleister durch automatisierte Outbound-Calls 30 Millionen Euro Zusatzumsatz generierte und wieso Yaneks Teamkollegen nur noch mit ihren Laptops sprechen, anstatt zu tippen.
Und wer einen Preis-Fail, eine Verbraucherfalle oder einen starken Spartipp entdeckt hat, kann Frank gerne per Mail schreiben: sparfochs@bild.de .
Über den Gast
Yanek Brinkmann ist Go-To-Market Director DACH bei ElevenLabs und verantwortet den Ausbau des KI-Unternehmens im deutschsprachigen Raum. Zuvor war er bei Amazon Web Services im Startup-Team tätig und begleitete heutige Unicorns wie N26 oder Delivery Hero. Er sammelte zudem eigene Gründungserfahrung und war bei einem Corporate Venture Builder tätig.
Transkript
Yanek BrinkmannWir arbeiten z. B. mit Perplexity zusammen und alles, was du über Perplexity mit Voice machst, kommt von ElevenLabs. Und da ist einfach ihre API sozusagen, die greift dann auf unsere Technologie zu und jedes Mal, wenn du über Perplexity ein Voice Case hast, also Perplexity ist ja ähnlich wie Anthropic, Gemini, OpenAI, geben sie dann die Antworten mit unserer Stimme wieder.
Sebastian VoigtHerzlich willkommen zum Pricing Friends Podcast mit Sebastian Voigt. Hallo und herzlich willkommen bei Pricing Friends. Schön, dass ihr alle wieder da seid. Und heute werde ich, glaube ich, ein- oder zweimal den Witz machen, dass das die letzte Folge sein wird, in der ich selber hoste, denn heute reden wir über ElevenLabs. ElevenLabs hilft Podcastern und auch vielen anderen Menschen dabei, Dinge zu automatisieren, Voice Clones zu erstellen, zu übersetzen und ist natürlich gerade absolut gehypt, hat im Februar über 500 Millionen US-Dollar in der Series D eingesammelt, die Bewertung liegt bei über 11 Milliarden US-Dollar, insofern super spannendes Tech-Unternehmen. Und wir haben heute den Go-To-Market Director für den DACH-Raum hier zu Gast, nämlich Yanek Brinkmann. Und insofern freue ich mich, mit dir heute zu sprechen. Hallo, Yanek!
Yanek BrinkmannHi, Sebastian! Freut mich auch riesig, dabei zu sein und ein bisschen mehr ins Thema Pricing und auch generell zu ElevenLabs einzusteigen.
Sebastian VoigtIch muss auch bei dir fragen: Du bist nicht geklont, du bist es wirklich?
Yanek BrinkmannIch bin es wirklich. Also, wir haben auch bei uns verschiedene Tools und Möglichkeiten im Hintergrund, die die Stimmen zu verifizieren, um zu sehen, ob das KI-Stimmen sind, die von von uns kommen unter anderem. Bei mir jetzt hätten wir jetzt kein Tool im Zoom-Call drin, da müssten wir ein Auge zudrücken und darauf vertrauen, dass ich das auch wirklich bin.
Sebastian VoigtOkay, also wir glauben das mal und ich werde nachher ein paar Testfragen stellen, um das auch zu verifizieren. Erzähl uns doch vielleicht mal ganz kurz, wie du zu ElevenLabs gekommen bist, was du vorher gemacht hast und was du natürlich jetzt machst.
Yanek BrinkmannGenau, sehr gerne. Also, ich bin schon seit geraumer Zeit in der in der Start-up-Welt unterwegs, besonders im im DACH-Raum, habe meine Karriere gestartet bei bei einem Venture Builder, bei einem Corporate Venture Builder, die gemeinsam mit Fortune 500s Start-ups gebaut haben. Und dieser Venture Builder, der wurde dann später von McKinsey aufgekauft. Und zu der Zeit haben wir unter anderem mit einer Münchner Firma namens Wirecard gearbeitet, um Start-ups ins ins Leben zu rufen. Die hatten schon damals sehr innovative, crazy Ideen und wir waren uns nicht so ganz so sicher, was aus dem Unternehmen wird. Kennen wir wahrscheinlich alle die die die die die volle Geschichte. Danach war ich jahrelang bei Amazon Web Services im Start-up-Team und im Start-up-Team haben wir die führenden Unternehmen, die sozusagen jetzt mittlerweile auch Unicorns, multiple time Unicorns sind, im DACH-Raum begleitet: N26 unter anderem, Westwing, Delivery Hero etc. Und schon damals kam das Interesse halt auch, selber zu gründen. Habe den Sprung dann gemacht über Entrepreneur First, einem Inkubator in in Berlin, ein eigenes Start-up zu bauen. Und in diesem Start-up hatte ich ziemlich viele Kontaktpunkte mit KI und vor allem halt auch mit Voice- und Audio-KI, wo wir unter anderem z. B. unsere Gäste, die wir interviewt haben, transkribiert haben mit Voice AI, also Speech-to-Text, und diese Materialien benutzt haben, um digitale Produkte zu zu kreieren, also heißt PDF Products, Kurse, E-Books und so weiter und so fort. Und da ist mir relativ schnell, also kommt man nicht an ElevenLabs vorbei, ElevenLabs ein Begriff geworden. Ich fand's super spannend und wir haben dann Anfang letztes Jahres unser unsere Firma verkauft und ich wollte halt unbedingt im KI-Bereich bleiben, weil einfach der Markt sich sehr interessant entwickelt hat und ich viele Möglichkeiten gesehen habe und besonders ElevenLabs halt wegen diesen Kontaktpunkten mit der Firma fand ich fand ich super spannend und habe mich dann ganz ganz normal beworben und war der erste Mitarbeiter für den für den DACH-Raum.
Sebastian VoigtSo lange gibt's die Firma ja auch noch nicht. Ich glaube, ElevenLabs wurde 2023 gegründet.
Automatisch erstellt, kleine Fehler sind möglich.