Pricing Friendsby hy, zur StartseiteGespräch mit hy

Folge #096 · 23.10.2025 · 47 Min.

HRTech und Pricing mit Christoph Zöller: Freemium, Subscription, Performance – was funktioniert?

Dr. Sebastian Voigt spricht mit Christoph Zöller, Gründer und CEO von Instaffo, über Pricing-Strategien im HRTech-Bereich – von Freemium über Subscription bis hin zu Performance-Based-Modellen. Gemeinsam diskutieren sie, wie sich der Recruiting-Markt verändert, was Planbarkeit heute wirklich wert ist und warum ein gutes Preismodell oft entscheidet, ob eine Plattform wächst oder stagniert. Christoph erklärt, warum Instaffo vom klassischen Slot- und Jahresmodell zu einer erfolgsbasierten Fee wechselte, welche Rolle Marktzyklen, Liquidität und Daten dabei spielen und weshalb Transparenz und Einfachheit oft stärker wirken als komplexe Preisdifferenzierung. 

„Wir müssen die Companies nicht zwölf Monate an uns binden. Wir wollen so ein gutes Produkt entwickeln, dass sie immer wieder zu uns zurückkommen – und darauf optimieren wir“, sagt Zöller im Gespräch. 

Außerdem geht es um den Einsatz von KI und AI-Interviews im Recruiting, um Marktzyklen, die richtige Balance zwischen Angebot und Nachfrage und darum, wie Plattformen nachhaltig wachsen können, ohne an Fairness und Vertrauen zu verlieren.

Über den Gast

Christoph Zöller ist Gründer und CEO von Instaffo, einer der am schnellsten wachsenden Recruiting-Plattformen Europas. Das 2015 gegründete Unternehmen mit Sitz in Heidelberg vernetzt rund 1.800 Firmen mit qualifizierten Talenten. Mit seinem Team hat Zöller Recruiting neu gedacht – hin zu einem Reverse-Recruiting-Modell, bei dem sich Unternehmen bei Talenten bewerben. Durch KI-basiertes Matching und ein erfolgsbasiertes Preismodell macht Instaffo Bewerbungsprozesse schneller, transparenter und effizienter. Außerdem ist Zöller Co-Founding Shareholder und Chairman bei Paretos sowie Investor in mehrere europäische AI- und SaaS-Start-ups.

Transkript

Christoph ZöllerWir müssen die Companies nicht zwölf Monate an uns binden. Wir wollen so ein gutes Produkt entwickeln, dass sie immer wieder zu uns zurückkommen, und darauf optimieren wir. Und nicht: Lass uns einen guten Sales machen und dann haben wir sie locked in und dann müssen wir uns zwölf Monate nicht um sie kümmern, weil sie können eh nicht raus.

Sebastian VoigtHerzlich willkommen zum Pricing Friends Podcast mit Sebastian Voigt. Hallo und herzlich willkommen, liebe Pricing Friends. Schön, dass ihr wieder da seid und schön, dass auch du da bist. Ich habe nämlich heute zu Gast Christoph Zöller, Gründer und CEO von Instaffo. Er hat vor zehn Jahren ungefähr so ein quasi Headhunting-Business namens Instaffo gestartet. Mittlerweile ist das Ganze zu einem Plattform-Recruiting-Modell geworden. Ist auch in den durchaus, sag ich mal, zähen Recruiting-Zeiten, die wir gerade haben, sehr erfolgreich. Letztes Jahr ist Instaffo um ungefähr 50 % gewachsen. Und wo der Erfolg herkommt und wie das Pricing funktioniert, das erklärt er uns gleich selbst. Herzlich willkommen, Christoph.

Christoph ZöllerDanke für die Einladung. Schön, hier zu sein.

Sebastian VoigtIhr seid in Heidelberg. Also für mich eine der schönsten Städte Deutschlands. Ich hoffe, du freust dich dennoch auf ein paar Tage hier in Berlin.

Christoph ZöllerJa, das höre ich öfter über Heidelberg und ist in der Tat eine sehr, sehr wunderschöne Stadt. Ich bin dort aufgewachsen und, also geboren und aufgewachsen, und habe dann während der Uni, ich habe in Mannheim studiert, Instaffo gegründet, dementsprechend dann auch in Heidelberg. Und mir ist, um ganz ehrlich zu sein, auch Heidelberg teilweise zu klein, gerade aus dem Fakt, dass ich dort aufgewachsen bin, aber ist natürlich eine wundervolle Stadt. Und wir sind, Headquarter ist in Heidelberg, aber wahrscheinlich ungefähr 50 % des Teams arbeitet remote in Deutschland, teilweise aber auch europaweit.

Sebastian VoigtIch war nur eigentlich nur einmal so richtig in Heidelberg, muss ich leider mal gestehen, natürlich auch in der Innenstadt, Altstadt und so weiter, und ich habe mich gefühlt, als wären da nur Touristen. Ist das immer noch so? Das ist bestimmt 20 Jahre her.

Christoph ZöllerJa, wir haben sehr, sehr viele asiatische und mittlerweile aber auch amerikanische Touristen. Wir haben eine der längsten und die längste Einkaufsstraße, glaube ich, Europas und vor allen Dingen das Heidelberger Schloss, was ja eine super Attraktion auch ist, und dementsprechend ziehen wir die alle an. Gerade im Sommer kommen die mit Kreuzfahrtschiffen über den Neckar. Und ja, also die Touristen siehst du auf jeden Fall noch. Wir haben aber auch sehr, sehr viele Studenten, Heidelberg ist ja auch eine Studentenstadt, sehr bekannt für Medizin und Jura, aber auch alle möglichen anderen Studiengänge, die es dort gibt.

Sebastian VoigtGibt's da auch offene Jobs? Könnt ihr da vermitteln?

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