
Enpal und Pricing mit Benjamin Merle-Oberheide: Wie treibt die richtige Preisgestaltung die Energiewende voran?
Die Energiebranche wandelt sich rasant – mit vernetzten Systemen wie Wärmepumpen und Solaranlagen an der Spitze. In dieser Folge spricht unser Host Dr. Sebastian Voigt mit Benjamin Merle-Oberheide, Chief Product Officer (CPO) bei Enpal, über die Rolle smarter Technologien und die Bedeutung der Preisgestaltung für den Markterfolg. Wie kann man den Stromverbrauch optimieren und gleichzeitig die Kosten senken? Welche Preis- und Finanzierungsmodelle machen diese Lösungen für Konsumenten attraktiv?
Sebastian und Benjamin diskutieren, wie Enpal die Vernetzung von Solaranlagen, Wärmepumpen und Ladeboxen vorantreibt, um den Kunden maximale Unabhängigkeit vom Strommarkt zu ermöglichen. Benjamin gibt Einblicke in Enpals innovative Idee eines „Festgeldkontos“ zur Live-Optimierung des Stromverbrauchs und erklärt, wie Faktoren wie der Strompreis und die Einspeisung überschüssiger Energie nicht nur Kosten senken, sondern perspektivisch auch als zusätzliche Einnahmequelle dienen können.
Wer darüber nachdenkt, Solarpanels auf seinem Segelboot zu befestigen, sollte sich diese Folge anhören, denn es gibt nicht nur praktische Tipps von Benjamin, sondern auch einen unterhaltsamen Einblick in seinen privaten Erfahrungsschatz.
Über den Gast:
Benjamin Merle Oberheide ist seit 2020 Chief Product Officer (CPO) bei Enpal GmbH, wo er das Produktportfolio um Wärmepumpen, vernetzte Energieprodukte und Ladelösungen für Elektrofahrzeuge erweitert hat, um die Energiewende zu beschleunigen. Zuvor war er Projektleiter bei Aurora Energy Research und Berater bei McKinsey & Company im Energiesektor. Er besitzt einen Bachelor of Science von der Erasmus-Universität Rotterdam und einen Master of Science in Environmental Change and Management von der University of Oxford. Mit seiner Expertise unterstützt er Enpal als Vorreiter nachhaltiger Energielösungen.
Transkript
Benjamin Merle-OberheideDas ist unter dem Preis, den wir am Markt in gewissen Stunden sehen, der ist ja sehr volatil der Marktpreis so. Haben wir vorher drüber gesprochen, Viertelstunden-Pakete und so weiter. Und was wir jetzt machen, ist, wir sagen, okay, in der alten Welt kannst du deine 7, 8 Cent machen, damit verdienst du aber nicht mehr viel und die Solaranlage wird auch ein weniger spannendes Produkt für dich. In unserer neuen Welt sagen wir, wir optimieren, wann du einspeist, weil in manchen Stunden ist der Einspeisepreis eigentlich null, da willst du gar nicht einspeisen, in anderen Stunden ist er aber 14 Cent pro Kilowattstunde.
HostHerzlich willkommen zum Pricing Friends Podcast mit Sebastian Voigt.
Sebastian VoigtHallo, liebe Pricing Friends, und schön, dass ihr wieder dabei seid zu einer neuen Folge unseres Podcasts. Und heute wollen wir über Enpal und natürlich die Energiebranche sprechen. Enpal kennt ihr sicherlich alle, 2017 gegründet, mittlerweile 900 Millionen Umsatz stark im Jahr 2026, einer der Pioniere im Bereich Solarenergie und PV-Anlagen, aber mittlerweile durch den Verkauf und die Vermietung nicht nur im PV-Bereich auf dem Dach, sondern auch mit Wärmepumpen, Wallboxen und vielen weiteren Produkten sehr erfolgreich. Ziel des Unternehmens ist die Energiewende für alle, also das heißt uns Konsumenten, Hausbesitzern, Wohnungsbesitzern, es zu ermöglichen uns von mit unserem eigenen virtuellen Kraftwerk unabhängig vom Strommarkt zu machen, und das soll nicht nur gut sein für die Umwelt, dass wir dauerhaft grünen Strom alle produzieren, sondern auch jedem Einzelnen ermöglichen, Geld zu sparen. Und einer der Köpfe, der daran an dieser Mission hart arbeitet, ist Benjamin Merle-Oberheide. Insofern schön, dass du da bist.
Benjamin Merle-OberheideDanke. Ich freue mich, hier zu sein.
Sebastian VoigtDu bist CPO, also fürs Produkt verantwortlich, bist seit knapp fünf Jahren da. Was hat dich damals bewogen, den Schritt zu Enpal zu gehen?
Benjamin Merle-OberheideDas ist eine gute Frage. Enpal ist ja eigentlich am Anfang gegründet worden von vielen Leuten, die keine Ahnung vom Energiesektor haben. Das war auch glaube ich ganz gut, sonst wäre es vielleicht auch nie zustande gekommen. Und als ich dann dazu gestoßen bin, so nach drei Jahren, kam ich schon aus fünf, sechs, sieben Jahren Energiesektor. Es war irgendwas, das hat mich schon in der Kindheit begeistert. Mein Vater ist ein leidenschaftlicher Segler. Ich habe da früher Solaranlagen installiert und ich glaube am Ende, man nimmt viel aus der
Sebastian VoigtDu hast selber Solaranlagen installiert?
Benjamin Merle-OberheideAuf dem Segelboot damals. Ja, ja, genau. Ja, ja. Ich glaube am Ende nimmt man einfach doch viel aus der Kindheit mit, wahrscheinlich ein paar Sachen bewusst, ein paar Sachen unbewusst. Und so hat mich das Thema schon immer beschäftigt. Und ich war davor in der Firma, die ich mitaufgebaut habe, die Strommarktmodellierung gemacht hat. War da sehr, sehr tief in Energiethemen drin und habe dann irgendwann über Empfehlung, wie es so ist, Mario kennengelernt und wir waren Mittagessen. Und er hat mich mit seiner Vision und ich glaube auch mit seinem Mut zu ganz großen Zahlen und ganz großen Veränderungen sehr getriggert. Und ich glaube, ich kam für ihn so im richtigen Moment, weil er gedacht hat, vielleicht braucht er doch mal jemanden, der ein bisschen was schon im Energiesektor gesehen hat. Und so kamen wir dann zusammen.
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