
Open Banking und Pricing mit Nicola Breyer: Welchen Wert haben Daten und wie können User und Unternehmen gleichermaßen davon profitieren?
In dieser Folge von „Pricing Friends“ diskutiert unser Host Dr. Sebastian Voigt das Thema Open Banking und Datenmonetarisierung und erklärt, welchen Wert Daten haben und wie Pricing den Grundstein für eine faire Datenökonomie legen könnte. Dazu hat er sich Nicola Breyer, FinTech-Expertin und Geschäftsführerin von Qwist, an unseren Podcast-Tisch geholt und analysiert mit ihr die Möglichkeiten und Herausforderungen der Datenmonetarisierung durch Open Banking. Nicola teilt Einblicke in die neuesten Entwicklungen, Trends und regulatorischen Rahmenbedingungen im Bereich Open Banking. Sie betont, dass „Daten für uns arbeiten sollten und nicht umgekehrt“ und erläutert, wie genau dies gelingen kann, um den maximalen Nutzen für die Nutzer:innen zu erzielen.
Im Verlauf der Episode gibt Nicola konkrete Beispiele und erzählt humorvoll aus ihrer eigenen Erfahrung bei PayPal und OptioPay, wo sie innovative Strategien zur Nutzung und Monetarisierung von Daten entwickelte. Nicola zeigt auf, wie wichtig eine klare Preisstrategie ist, um Daten als wertvolles Gut zu etablieren: Welcher Preis ist angemessen für den Zugang zu Nutzerdaten? Wie können datengetriebene Dienstleistungen preislich gestaltet werden, damit sowohl Nutzer:innen als auch Unternehmen profitieren? Die Diskussion geht tief auf die Frage ein, welche Rolle Preise bei der Entwicklung neuer, datengetriebener Geschäftsmodelle spielen und wie FinTechs wie Qwist dabei helfen können, eine gerechtere und transparentere Finanzwelt zu schaffen.
Diese Episode zeichnet ein Zukunftsbild, in dem Daten so selbstverständlich und praktisch genutzt werden wie eine Apple Wallet – immer zur Hand und mit Mehrwert für alle.
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Über den Gast:
Nicola Breyer ist eine anerkannte FinTech-Expertin und derzeit Geschäftsführerin bei Qwist, der führenden unabhängigen Open-Banking-Plattform in Europa mit Fokus auf die Märkte in DACH, Spanien und Portugal. Zuvor war sie Chief Growth Officer und Managing Director bei OptioPay und hatte eine führende Rolle im Bereich Wachstum und Innovation bei PayPal in Europa. Als Mitgründerin eines Corporate Startups (#openspace) und Beiratsmitglied bei Organisationen wie Village Capital, Vested Ltd., Planet A Ventures und Wattz AG setzt sie sich für die Demokratisierung von Finanzdienstleistungen und die Förderung nachhaltiger Innovationen ein.
Transkript
Nicola BreyerAber dann gibt's ja immer noch Leute, die sagen: „Oh je, und meine Daten verstecke ich lieber unter der Matratze, zusammen mit meinem Bargeld.“ Das wird aber dazu kommen und wir sind ja jetzt in einer Gesellschaft, die Stück für Stück mit Generationenwechsel voll digital ist und voll digital gebildet ist. Daran müssen wir weiterarbeiten, aber wir sind sicherlich so, dass wir uns alle dessen bewusst sein sollten, dass Daten unsere Daten viel mehr wert sind, als wir sie heute z.B. auf Social Media total frei oder mit Google oder wie auch immer teilen.
Herzlich willkommen zum Pricing Friends-Podcast mit Sebastian Voigt.
Sebastian VoigtHallo, liebe Pricing Friends und herzlich willkommen zu einer neuen Folge unseres Podcasts. Und wie jede Woche haben wir heute einen tollen Gast zu einem spannenden Thema rund um Pricing und Monetarisierung. Heute wollen wir um oder über Datenmonetarisierung sprechen mit einem Fokus auf Open Banking und wir fragen uns vielleicht alle: Was sind unsere Daten wert? Und wer monetarisiert sie eigentlich? Oder können wir selber daran verdienen? Und all diese Fragen will ich heute Nicola Breyer stellen. Nicola, schön, dass du da bist.
Nicola BreyerVielen Dank, dass ich da sein darf, Sebastian.
Sebastian VoigtDu bist schon seit vielen Jahren im Fintech-Umfeld unterwegs, du bist Geschäftsführerin von Qwist, dazu gleich mehr. Hast vorher bei OptioPay, warst du Chief Growth Officer und MD, also toller Track Record. Warst bei PayPal, hast eine eigene Corporate Startup namens #openspace aufgebaut und vieles mehr. Erzähl doch mal, was du so den ganzen Tag machst und was dich vielleicht im Fintech- und Open-Banking-Umfeld am meisten fasziniert.
Nicola BreyerWas ich den ganzen Tag mache, ist glaube ich hoffentlich anderen Leuten Sachen aus dem Weg räumen, damit sie ihren Job gut machen können. Das ist glaube ich eine der der großen Aufgaben als Geschäftsführer. Und dann kümmere ich mich natürlich darum, dass wir unsere regulatorischen Voraussetzungen erfüllen, dass wir die Geschäfte ordentlich führen und insbesondere bei Qwist darf ich das Unternehmen relativ viel nach außen präsentieren und mit tollen Kunden zusammenarbeiten.
Sebastian VoigtUnd was Qwist macht, ist gar nicht so einfach. Ich habe ein paar Minütchen gebraucht, deswegen normalerweise fangen wir immer früh an zu erklären, aber heute würde ich mal gerne anders einsteigen, nämlich mit dem Thema Open Banking, weil wir dann glaube ich ganz natürlich auch erklären, was ihr bei Qwist macht und was da so spannend dran ist. Erklär doch mal uns Finanznovizen, was eigentlich hinter Open Banking steckt und wieso das spannend ist.
Nicola BreyerOpen Banking kommt aus der EU-Regulierung und der Regulator hat irgendwann mal beschlossen, dass große Unternehmen Daten zurückhalten von Menschen und dass die Daten aber eigentlich Individuen und Unternehmen gehören. Und da die Unternehmen, und das fing mit Banken an, sich nicht freiwillig dazu bereit erklärt haben, diese Daten auch herauszugeben, hat er ein der Regulator beschlossen, das zu regulieren und hat gesagt: „So, im Jahr 2018, liebe Banken, ihr müsst jetzt die Girokonten-Transaktionsdaten der Menschen zugänglich machen über eine API.“ Und das versteht man letztendlich unter Open Banking, sodass Dritte, wie z.B. Qwist, mit dem Einverständnis von Menschen auf diese Daten zugreifen dürfen und den zum Mehrwert der des Dateneigners verwerten dürfen.
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