
Private Equity und Pricing mit Andreas Spiegel: Wie revolutioniert effektives Pricing den Wert von Softwareunternehmen?
In dieser Folge von "Pricing Friends" erkunden wir gemeinsam mit Dr. Andreas Spiegel, Gründer der DRS Investment SE, die Schnittpunkte zwischen Private Equity und Software-Pricing. Sebastian und Andreas diskutieren die Rolle von Private Equity in der Unternehmensentwicklung, jenseits der reinen Kostensenkung und dem Wandel von klassischen Lizenzmodellen zu Abo- und SaaS-Modellen. Erfahrt, wie innovative Preisstrategien das Wachstum in der Softwarebranche beeinflussen können und warum nachhaltiges Wachstum und strategisches Pricing Hand in Hand gehen.
Andreas gewährt Einblicke in seine Entscheidungsprozesse und offenbart, in welche Branchen er heute nicht mehr investieren würde. Darüber hinaus erläutert er die Schlüsselrolle von Private Equity bei der Förderung von Wachstum und Innovation in der Softwarebranche. Diese Episode zeigt die facettenreiche Arbeit eines Investors in der dynamischen Wirtschaftswelt auf.
Taucht ein in eine weitere starke "Pricing Friends"-Folge, in der sich alles um die dynamische Welt von Private Equity im Zusammenhang mit Software-Pricing dreht. Hört rein in Diskussionen zu aktuellen Preisgestaltungen in der Softwarebranche sowie die Anekdoten von Andreas’ reichem Erfahrungsschatz aus der Gründung und Führung verschiedener Software- und Technologieunternehmen.
Über den Gast:
Dr. Andreas Spiegel, Gründer der DRS Investment SE, verbindet seine Unternehmerleidenschaft mit Expertise in Private Equity und Software-Investitionen. Die DRS Investment SE ist eine Private Equity Gesellschaft, die sich auf Software-Investments konzentriert. Seine Erfahrungen umfassen die Gründung und Führung verschiedener Software- und Technologieunternehmen. Zusätzlich ist er Initiator des Family Investment Circle, eines Netzwerks für den Austausch und die Förderung von Ideen im Bereich Family Office Management und Direktinvestitionen.
Transkript
Andreas SpiegelTypischerweise ist es ja so, dass der Kauf von Softwarelizenzen durchaus kostspielig sein kann. Und gerade für junge Unternehmen kann es deshalb sehr, sehr spannend sein, von Anfang an Software lediglich zu mieten. Das ist also im Neukundenvertrieb durchaus auch ein wirtschaftliches Argument. Wenn ich jetzt über 20 Jahre plane, dann wirkt vielleicht die Lizenz günstiger. Gleichwohl funktionieren klassische Softwareanbieter, die ein Mietmodell anbieten, auch etwas anders, weil sie natürlich gezwungen sind, permanent das Produkt auch weiterzuentwickeln.
AnsagerinHerzlich willkommen zum Pricing Friends-Podcast mit Sebastian Voigt.
Sebastian VoigtHerzlich willkommen zu dieser Woche Pricing Friends. Mein Name ist Sebastian Voigt, und ich freue mich, dass ihr wieder dabei seid zum Pricing Talk. Und heute wollen wir über das Thema reden: Pricing und Private Equity. Und wir haben dafür als Gast den Andreas Spiegel, Dr. Andreas Spiegel, so viel Zeit muss sein. Hallo Andreas, schön, dass du dabei bist.
Andreas SpiegelJa, grüß dich, Sebastian.
Sebastian VoigtDu hast 2017 die DRS Investment gegründet. Ihr seid eine private Beteiligungsgesellschaft. Ihr habt den Fokus auf Software-Investments. Aber ich glaube, bevor ich es erzähle, vielleicht kannst du ja mal einmal erklären, was du vorher gemacht hast und was dich dann auch 2017 bewogen hat, eine Private-Equity-Gesellschaft für Software-Investments aufzusetzen?
Andreas SpiegelJa, ich bin vom Background her klassischer Betriebswirt, Unternehmer mit Leidenschaft. Ich habe, glaube ich, als Schüler immer schon davon geträumt, mal Unternehmer zu sein. Tatsächlich sogar die erste GbR als Schüler gegründet. Damals musste die Mama noch unterzeichnen, weil ich noch nicht volljährig war. Und ja, das war war eine ganz spannende Zeit. Damals natürlich eine Spielerei. Ich habe dann folgerichtig Betriebswirtschaft studiert, dann zunächst als Unternehmensberater gearbeitet, ähnlich wie du das ja jetzt machst, und bin dann aber meinem Traum gefolgt. Habe also 2003 die erste Firma gegründet, so die ersten Gehversuche als Unternehmer. War damals noch was ganz anderes, war jetzt auch gar nicht so wahnsinnig erfolgreich kommerziell. Wenngleich ich da ganz spannende Dinge gelernt habe. Also, es war damals klassisch bootstrapped, wie man heute so schön sagt, also nicht mit Venture Capital oder irgendwas dergleichen. Ich habe echt Klinken geputzt und alles Mögliche gelernt und bin dadurch zum Unternehmer geworden. Habe dann 2007 das zweite Unternehmen gegründet. Das war dann ein Softwareunternehmen in Kombination mit einer Berater und habe dann über Kunden quasi dann auch den Weg ins Private Equity gefunden. Das mache ich also quasi seit 2007, 2012 dann ganz exklusiv mit einer Beteiligungsgesellschaft zusammengearbeitet, habe dort insbesondere die operative Weiterentwicklung der Firmen betreut, aber auch Transaktionen gemacht. Ja, und 2017 habe ich mir gedacht: Am besten auf eigene Rechnung. Und so ist dann DRS entstanden.
Sebastian VoigtBeschreibe uns doch mal die GbR des jungen Andreas Spiegel. Und würdest du heute noch da rein investieren?
Andreas SpiegelUm Gottes willen. Das würde ich definitiv nicht machen. Jetzt erwischt du mich tatsächlich kalt, das haben wir gar nicht vorbesprochen. Also letzten Endes war das eine Idee mit Freunden. Wir haben DJ-Equipment verliehen und Partys organisiert, das, was einen als Teenager halt so interessiert. Und ich würde da tatsächlich heutzutage nicht rein investieren. Es ist viel zu riskant und auch viel zu wenig, sage ich mal, recurring, wie man neudeutsch sagt.
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